Bleib cool!

 

Zielgruppe:

Das Deeskalationstraining – bleib cool! ist ein geschlechtshomogenes Gruppenangebot für  Jungen, die durch aggressives Verhalten, sozial auffällig geworden sind. Das Training dient primär der präventiven Arbeit und setzt eine gewisse Freiwilligkeit der Teilnehmer voraus. Nicht teilnehmen  bzw. vom Deeskalationstraining ausgeschlossen werden Teilnehmer, die aufgrund schwerer Traumatisierung überwiegend therapeutischen Bedarf haben und bei denen die Teilnahme an dem Deeskalationstraining – bleib cool! den konzeptionellen Rahmen sprengt und/oder das Miteinander mit den anderen teilnehmenden Jungen  massiv erschweren würde. Insbesondere sind hiermit Teilnehmer gemeint, denen es nicht gelingt, ein Problembewusstsein zu entwickeln und sich im Verlauf des Deeskalationstrainings mit begangenen Taten, brüsten.

 


 

Betreuungsumfang:

Die Gruppe bietet eine Platzzahl von 8 bis 10 Teilnehmern und findet einmal die Woche (2,5 Std. Gruppenzeit) für 10 Gruppenstunden statt.

 

Anschrift:
Jugendhof Gotteshütte

bleib cool!
Gotteshütte 1
32457 Porta Westfalica

 

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Bereichsleitung:

Britta Obernolte
Telefon: 0 57 22 / 28 01-14
E-Mail: b.obernolte@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Fachkräfte:

Henry Staats und

Björn Reinking

Telefon: 0 1525 - 63 23 566

E-Mail: h.staats@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Plätze: 8



 

Pädagogische Module

 

FAMILIENAKTIVIERUNG

 

PARTIZIPATION

 

ÖKOL. U. PÄD. GRUNDHALTUNG

 

TIERGESTÜTZTE PÄDAGOGIK

 

Beschreibung des Angebotes:

Wer Gewalt vermeiden, verhindern oder sogar deeskalieren will, muss genau wissen, worum es sich handelt, wo Ursachen zu suchen und zu finden sind. Welche Wirkungen und Spuren Gewalt hinterlässt und woran man Gewalt, auch versteckte, heimliche Alltagsgewalt, erkennen kann.

 

Das Deeskalationstraining – bleib cool! bedient sich aus einem Repertoire an Methoden und Übungen aus unterschiedlichen Konzepten der Pädagogik. Im Einzelnen sind dies Inhalte aus der gewaltfreien Kommunikation, Rollenspiele, Erlebnispädagogik, Kampfesspiele und dem Villigster Deeskalationstraining.

  • Methoden aus dem Bereich gewaltfreier Kommunikation – deeskalierende Sprache üben, Sprechtechniken wertschätzender Sprache im Umgang mit Anderen.
  • Wahrnehmungsübungen zu eigenen Grenzen und den Grenzen Anderer.
  • Rollenspiele, Konflikttheater erlebnispädagogische Spiele zur Stärkung der eigenen Wahrnehmung und einem angemessenen Umgang mit Anderen.
  • Vertrauensübungen zur Selbst/Fremdwahrnehmung.
  • Erkennen eigener Eskalationsmuster und das Erlernen deeskalierender Möglichkeiten.
  • Sprachübungen dienen dazu, die Jugendlichen zu befähigen, ihre Grenzen nach außen zu zeigen, ohne gleichzeitig verletzend und bedrohlich auftreten zu müssen. Zu diesem Zwecke werden Wahrnehmungsübungen eingesetzt die neben dem kognitiven Teil von Sprache den emotionalen Bereich der Jugendlichen ansprechen sollen.
  • Rollenspiele dienen dem Zeigen bisheriger Handlungsmuster und dem Erlernen und Ausprobieren neuer Handlungsalternativen an konkreten Beispielen aus dem Alltag der Jugendlichen.
  • Die erlebnispädagogischen Spiele dienen dem Spaß der Gruppe ebenso wie dem verbesserten Umgang miteinander auf spielerische Art.
  • Kampfesspiele – einen positiven Umgang mit männlicher Kraft und Aggressionen. Die Teilnehmer lernen, mit Fairness, mit ganzer Kraft und ohne die Kategorie Sieg und Niederlage zu kämpfen. Eine Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen. Mit den Kampfesspielen können Themen wie Selbstachtung, drohende Beschämung, Gesichtsverlust und Ehre, die für Jungen eine zentrale Rolle spielen, bearbeitet werden. Die Erfahrung von bisher wenig beachteten Werten. Die Jungen können erkennen, dass es schön ist, respektiert und geachtet zu werden. Doch wer Anderen Angst macht, wird alleine gelassen.

 


 

Zielstellung:

Das Deeskalationstraining – bleib cool! umfasst folgende allgemeine Zielstellungen: 

  • Sensibilisierung zum Thema Gewalt – Was ist Gewalt? Wo beginnt sie?
  • Erkennen eigener Eskalationsmuster – Verantwortungsübernahme.
  • Wahrnehmung und Benennen eigener Gefühle und Grenzen.
  • Empathie für die Gefühle und Grenzen Anderer.
  • Auseinandersetzung mit der Opferseite, Stärkung der Täterempathie.
  • Handlungsalternativen im Umgang mit Konflikten erlangen – Deeskalation statt Eskalation.

 

Die Teilnehmer sollen zwischenmenschliche Kommunikationsfähigkeiten trainieren. Es wird eingeübt vorhandene Regeln, Normen und Werte innerhalb einer Gruppe zu respektieren, einzuhalten und zu fordern. Es werden intrinsische, angemessene Lösungen in Krisen und Konflikten in Zusammenhang mit anderen Gruppenmitgliedern erlernt. Die Teilnehmer lernen die Ursache und Wirkung ihres eigenen Verhaltens kennen und lernen sich zu reflektieren. So können die Teilnehmer mutiger ihre eigenen Stärken und Schwächen annehmen und diese Anderer akzeptieren lernen. Hemmungen und Ängste werden abgebaut und die Jugendlichen können sich in die Gruppe integrieren.

 
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