Familienwohnen in Begleitung (FiB)

 

Zielgruppe

Das Familienwohnen in Begleitung (FiB) stellt eine Nachfolgehilfe für das Trainingswohnen auf  Zeit (TaZ) dar. Das TaZ und das FiB stellen eine Chance für Familien dar, die von der Herausnahme der Kinder bedroht sind. Das gesamte Familiensystem steht im Mittelpunkt der Arbeit und nicht nur der Symptomträger selbst. Gemeinsam mit den Familien werden Lösungsstrategien entwickelt, trainiert und stabilisiert. Familien arbeiten ihre Geschichte auf und sortieren sich und ihren Alltag neu.

 

Betreuungsrahmen

Das TaZ kann Familien, durch das intensive Training im Binnenraum, in ihren Fähigkeiten stärken und stabilisieren. Deutlich wurde, dass die Maßnahme an ihre Grenzen stößt, wenn die Persönlichkeitsentwicklung der Eltern nicht ausreicht, um die Elternverantwortung in seinen vielen Facetten wahrzunehmen. Hier wurde deutlich, dass eine Reifung nicht in einem halben Jahr vollzogen werden kann, sondern dies nur in kleinen Schritten zu beobachten ist.  Das FiB stellt als eine Nachfolgemaßnahme an das Trainingswohnen auf Zeit eben diesen Aspekt, die Reifung, in den Mittelpunkt ihrer Interventionen.

 

Durch die lösungsorientierte, wertschätzende und annehmende Grundhaltung der Fachkräfte ist es möglich, das Ressentiment der Familie aufzulösen und sie zu motivieren Hilfe anzunehmen und zu nutzen.

Wesentliche Kernpunkte der Arbeit sind das Einüben von Erziehungsverhalten, Tagesstrukturierung, Aufbau der Eltern – Kind Beziehung und der Umgang mit Finanzen. Die Ressourcen der Familie werden aktiviert und stabilisiert.  

Außerdem liegt ein hoher Bezug auf der Einzelförderung der Kinder, je nach Entwicklungsbedarf. Hier legen wir besonderen Wert auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen, wie z. B. Die Frühen Hilfen.

 

In dem „Familienwohnen in Begleitung“ bleiben die Eltern selbst in der Verantwortung, ihre Kinder zu versorgen. Eine Betreuung der Familie findet nicht über Tag und Nacht statt. Sicherlich ist die Betreuungsintensität stark, erfolgt jedoch nicht rund um die Uhr. Die Eltern sollen befähigt werden, die Betreuung ihrer Kinder eigenverantwortlich zu übernehmen. Somit stellt die Betreuung über Tag und Nacht kein wesentliches Element des „Familienwohnen in Begleitung“ dar.

Anschrift:
Gotteshütte 1
32457 Porta Westfalica

 

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Ökologische/Pädagogische Grundhaltung



Pädagogische Leitung:

Britta Obernolte

Telefon: 0 57 22 / 28 01-xx

Mobil: 01525 / 645 22 23
E-Mail: s.gosemann@jugendhof-gotteshuette.de
 


 

Teamleitung:

Tobias Ackmann
Telefon: 01525 / 64 52 232

E-Mail: t.ackmann@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter: Für jede Familie wird ein Team von max. 5 Mitarbeiter/innen zusammengestellt.

 

Plätze: Zurzeit stehen Wohnungen für drei Familien mit jeweils drei bis fünf Kindern zur Verfügung.



 


 

Zieldefinition

Primäres Ziel des Familienwohnen in Begleitung ist, dass die Familien als Ganzes zusammen bleiben können, das Vertrauen der Familie in eigene Ressourcen wächst, Persönlichkeitsentwicklung geschieht und der Lebensalltag der Eltern zunehmend eigenverantwortlicher strukturiert und geplant wird. Eine umfassende Diagnostik trägt dazu bei Interventionen gezielt zu platzieren.

 

Als sekundäres Ziel ist zu benennen, dass professionelle Helfer wieder als hilfreich erlebt werden und Hilfe gesucht und angenommen werden kann.

 
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