Fels Intensivgruppe (FELS IG)

 

Gruppensprecher: Luke Zimmermann, 14 Jahre

 

Ich wohne seit dem 04.01.2014 in der FELS IG und besuche seitdem auch die Luther-Schule.
Meine Interessen sind: Skaten, Musik hören, Zeit mit meinen Freunden aus der FELS IG verbringen, Long-Board fahren und Technik.
Mein Lieblingsfach in der Schule ist natürlich Technik.
Als Gruppensprecher vertrete ich die Interessen und Belange meiner Mitbewohner und setzte mich für sie ein. Viel Spaß machen mir die gemeinsamen Treffen mit den anderen Gruppensprechern.

 


 

Zielgruppe:

Der Name FELS leitet sich ab aus Flexible Erziehungshilfe für Luther Schüler. Hiermit soll die enge Verzahnung mit dem Bildungsauftrag der Luther-Schule (Schule für soziale und emotionale Entwicklung) und dem Erziehungsauftrag der FELS Intensivgruppe hingewiesen werden.

 

Jungen im Alter von 11 – 17 Jahren, die überwiegend die heimeigene Förderschule besuchen bzw. bei denen der Verbleib an der Regelschule gefährdet ist und für die der Rahmen einer Regelgruppe derzeit aufgrund ihrer Problematik eine Überforderung darstellt.

 

Indikationen für eine Aufnahme kann gegeben sein, bei

  • Jungen mit sehr unterschiedlichen erzieherischen Problemstellungen, die sehr klare Strukturen mit einem stark geregeltem Tagesablauf benötigen;
  • Jungen, die aufgrund von Beziehungsstörungen in ihrem Bezugs- und Familiensystem ein berechenbares, professionelles Beziehungsangebot benötigen.

Symptome wie:

  • Aggressives Verhalten;
  • Niedrige Frustrationstoleranz;
  • Niedrige Impulskontrolle;
  • Norm- und Regelverweigerung;
  • Entwicklungsverzögerung oder Entwicklungsstörung;
  • Jungen, die nicht altersentsprechend sozialisiert sind;
  • Seelischer Behinderung oder drohender seelischer Behinderung;
  • Verfestigtem, massiven Schulproblem.

Anschrift

FELS Intensivgruppe (FELS IG)
Gotteshütte 1
32457 Porta Westfalica

 

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Ökologische/Pädagogische Grundhaltung


 

Bereichsleitung:

Björn Reinking
Telefon: 0 57 22 / 28 01-19
E-Mail: b.reinking@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Teamleitung:

Julia Trenkler
Telefon: 0 57 22 / 28 01-71

E-Mail: FelsIG@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter:

6,5 + 0,5 Stellen (+ 0,5 HWK)


Plätze: 7 + 1

(Verselbständigung)

 


 



 

Ziele:

Ziel des pädagogischen Angebotes ist, die Maßnahme nach einer individuellen langen Stabilisierungsphase und einer einhergehenden abgeschlossenen Integration in den Schul- oder Ausbildungsbereich entweder

  • in eine andere Wohngruppe,
  • zurück in die Herkunftsfamilie oder
  • in die Verselbständigung überleiten zu lassen.

Vor dem Hintergrund des allgemeinen pädagogischen Ansatzes können folgende Zielsetzungen möglich sein:

  • Gewöhnung an einen sehr strukturierten Tagesablauf;
  • erkennen der eigenen Fähigkeiten und Stärken;
  • Verbesserung der Impulskontrolle und Frustrationstoleranz;
  • erlernen von sozialverträglichen Konfliktlösungsstrategien;
  • Einhaltung von Grenzen und Regeln;
  • Förderung der Eingliederungsfähigkeit in Gruppen und Gemeinschaften;
  • Erwerb von Alltagsfähigkeiten;
  • Beziehungsfähigkeit fördern;
  • Heranführung an einen geregelten Schulbesuch.

 



 

Konzeptionelle Schwerpunkte:

Alltagsstruktur

Ein strukturierter Alltag mit sinnvollen Beschäftigungsangeboten ist ein zentraler Baustein in der Arbeit der FELS IG. Dabei geht es darum, die Jugendlichen an einen geregelten Alltag zu gewöhnen, einen Rahmen zu schaffen, in Beziehung zu den ErzieherInnen zu gehen und in der Gruppe sozial angemessenes Verhalten zu lernen. Weitere Ziele sind die Steigerung des Durchhaltevermögens und positive Erfahrungen in ihrer Selbstwirksamkeit zu erleben. Aufgrund des Personalschlüssels besteht die Möglichkeit, die Gruppe zu teilen, um zielgerichteter spezifische Angebote zu machen. Zu den gezielten Beschäftigungsangeboten gehören:

  • Sport- AG
  • Werk- AG
  • Erlebnispädagogik- AG
  • AG „Lebenspraktische Vorbereitung- Ämter“

Beziehungsarbeit

Im Rahmen des Bezugserziehersystems hat jeder Jugendliche einen festen Ansprechpartner, der ihm bei seiner persönlichen Lebensgestaltung unterstützend zur Seite steht. Dabei stellen sich die BezugserzieherInnen individuell auf die jeweiligen Herkunftssituationen ein und sind vertraute Begleiter beim Erreichen persönlicher Ziele und bei nicht planbaren Krisen.

Elternarbeit

Durch regelmäßige Zusammenarbeit mit den Sorgeberechtigten wird ein hohes Maß an gegenseitiger Wertschätzung  erreicht und neue Lösungswege des Umgangs miteinander sichtbar. Das gegenseitige Verständnis für die eigene Biografie und die besonderen Lebenslagen, die zur Unterbringung des Jugendlichen führten, fördert die Akzeptanz der Maßnahme, auch wenn ein Zusammenleben aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich ist.



 

Zusammenarbeit mit der Schule

Das Thema Schule ist häufig negativ belastet. Erfolge z. B. durch Hausaufgabenbetreuung und Vorbereitung von Klassenarbeiten können wieder „Lust auf Lernen“ machen und Bestandteil der Berufs- und Lebensplanung werden. Durch die konzeptionell enge Verzahnung mit der Luther-Schule können den Jugendlichen verbindliche Strukturen angeboten werden, der regelmäßige Austausch („Dreiecks-Gespräche“) dient der gemeinsamen Zielorientierung und Reflexion. Besondere Standards der Zusammenarbeit der Gruppe mit externen Schulen stellen einen hohen Grad an Verbindlichkeit her.


 

Wohnen und Ausstattung

Das Haus befindet sich auf dem Kerngelände der Gotteshütte in unmittelbarer Nähe zur Luther-Schule. Auf dem Gelände sind neben der angrenzenden Gartenfläche ein Fußballplatz und ein Freibad vorhanden.

 

  • 8 Einzelzimmer, 1 Apartment
  • Hausaufgabenräume
  • Großes Esszimmer, Küche
  • „Chilling-Room“
  • Wohnzimmer
  • Gruppenräume
  • Freizeitraum mit Kicker, Tischtennisplatte etc.

 

Pädagogische Kompetenzen

  • Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten
  • Qualifizierte Jungenpädagogik
  • Qualifizierter Deeskalationstrainer
  • Systemische Ausbildung
  • Kompetenzen im Bereich Jungenarbeit
  • Konzeptionelle Verzahnung mit der Luther-Schule

 

Infrastruktur

Die  FELS IG befindet sich auf dem Kernheimgelände in Kleinenbremen, einem Ortsteil von Porta Westfalica. Außerhalb des Hauses auf dem Gelände befinden sich eine Sporthalle, ein Freibad, Sport- und Basketballplatz und ein Spielplatz.

Die zuständige Schule ist in der Regel die Luther-Schule, eine Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE) für den Bereich Sek. I., die sich auf dem Gelände befindet. Arztpraxen und Vereine liegen in Reichweite von 3-10 km, es befindet sich eine Bushaltestelle sehr nah an der Wohngruppe. Die Stadt Minden ist ca. 10 km entfernt, die Stadt Bückeburg  ca. 4 km. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Schulen im Landkreis Schaumburg besucht werden können. Die Wohngruppe besitzt einen eigenen Kleinbus und ist somit sehr mobil.


 
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