Intensiv-Pädagogische-Fördergruppe (IPF)

 

Gruppensprecher: Timo T., 17 Jahre

 

Ich wohne hier seit dem 05.01.2012 und habe in der Luther-Schule meinen Hauptschulabschluss absolviert und besuche das Fach-Werk in Minden.

Mein Spitzname ist Theisi.

Meine Hobbys sind: Chillen, Fußball spielen, Fahrrad fahren, Schwimmen gehen und Zocken. 

Ich bin ein sehr offener Mensch und einer, den man alles erzählen kann. Für mich ist es wichtig, anderen zuzuhören und ich kann auch gerne über Sachen diskutieren.

Ich bin Gruppensprecher, weil ich gerne dabei helfen möchte, das Gruppenleben für die Jugendlichen und Kinder einfacher zu gestalten und helfe den Neuankömmlingen es Ihnen so leicht wie möglich zu machen.

 


 

Zielgruppe:

Die Intensiv-Pädagogische-Fördergruppe (IPF) ist für Jungen ab dem 11. Lebensjahr, für die der Rahmen einer Regelgruppe derzeit aufgrund ihrer Problematik eine Überforderung darstellt.

Indikationen für eine Aufnahme kann gegeben sein, bei

  • Jungen mit sehr unterschiedlichen erzieherischen Problemstellungen, die sehr klare Strukturen mit einem stark geregeltem Tagesablauf benötigen;
  • Jungen, die aufgrund von Beziehungsstörungen in ihrem Bezugs- und Familiensystem ein berechenbares, professionelles Beziehungsangebot benötigen;

Symptome wie:

  • aggressives Verhalten;
  • niedrige Frustrationstoleranz;
  • niedrige Impulskontrolle;
  • Norm- und Regelverweigerung;
  • Entwicklungsverzögerung oder Entwicklungsstörung;
  • Jungen, die nicht altersentsprechend sozialisiert sind;
  • seelischer Behinderung oder drohender seelischer Behinderung;
  • Verfestigtem, massiven Schulproblem.

Anschrift:
Intensiv-Pädagogische-Fördergruppe
Gotteshütte 1

32457 Porta Westfalica

 

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Ökologische/Pädagogische Grundhaltung


 

Bereichsleitung:

 

Björn Reinking
Telefon: 0 57 22 / 28 01-19

E-Mail: b.reinking@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Teamleitung:

Christian Nicolai
Telefon: 0 57 22 / 28 01-73

E-Mail: ipf@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter:

6,5 + 0,5 Stellen (+ 0,5 HWK)

Plätze: 7,0+1,0 (Verselbständigung)

 


 



 


Ziele:

Ziel des pädagogischen Angebotes ist, die Maßnahme nach einer individuellen langen Stabilisierungsphase und einer einhergehenden abgeschlossenen Integration in den Schul- oder Ausbildungsbereich entweder

  • in eine andere Wohngruppe,
  • zurück in die Herkunftsfamilie oder
  • in die Verselbständigung überleiten zu lassen.

Vor dem Hintergrund des allgemeinen pädagogischen Ansatzes können folgende Zielsetzungen möglich sein:

  • Gewöhnung an einen sehr strukturierten Tagesablauf;
  • Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Stärken;
  • Verbesserung der Impulskontrolle und Frustrationstoleranz;
  • Erlernen von sozialverträglichen Konfliktlösungsstrategien;
  • Einhaltung von Grenzen und Regeln;
  • Förderung der Eingliederungsfähigkeit in Gruppen und Gemeinschaften;
  • Erwerb von Alltagsfähigkeiten;
  • Beziehungsfähigkeit fördern;
  • Heranführung an einen geregelten Schulbesuch.

 


 

Konzeptionelle Schwerpunkte:

Alltagsstruktur

Ein strukturierter Alltag mit sinnvollen Beschäftigungsangeboten ist ein zentraler Baustein in der Arbeit der IPF. Dabei geht es darum, die Jugendlichen an einen geregelten Alltag zu gewöhnen, einen Rahmen zu schaffen, in Beziehung zu den ErzieherInnen zu gehen und in der Gruppe sozial angemessenes Verhalten zu lernen. Weitere Ziele sind die Steigerung des Durchhaltevermögens und positive Erfahrungen in ihrer Selbstwirksamkeit zu erleben. Aufgrund des Personalschlüssels besteht die Möglichkeit, die Gruppe zu teilen, um zielgerichteter spezifische Angebote zu machen. Zu den gezielten Beschäftigungsangeboten gehören:

  • Sport- AG
  • Werk- AG
  • Erlebnispädagogik- AG
  • AG „Lebenspraktische Vorbereitung- Ämter“

Bezugsarbeit

Im Rahmen des Bezugserziehersystems hat jeder Jugendliche einen festen Ansprech-partner, der ihm bei seiner persönlichen Lebensgestaltung unterstützend zur Seite steht. Dabei stellen sich die BezugserzieherInnen individuell auf die jeweiligen Herkunftssituationen ein und sind vertraute Begleiter beim Erreichen persönlicher Ziele und bei nicht planbaren Krisen.

Elternarbeit

Hier wird mit den Eltern intensiv an der Familienbiografie und der Entwicklungsgeschichte des Jugendlichen gearbeitet, um Erklärungen für die Symptomatik zu finden und das Verhalten besser verstehen zu lernen. Mit den Eltern wird zu einer positiven Einstellung zu ihren Kindern gearbeitet und eine auf deren Persönlichkeit ausgerichtete Erziehungsgrundhaltung erarbeitet, wodurch zunehmend Verständnis und Sicherheit im Umgang erlangt werden kann. Regelmäßige Kontakte finden in der Gruppe und in der Familie statt. Diese werden durch die BezugserzieherInnen geplant und reflektiert. Regelhafte Beurlaubungen entsprechend des Entwicklungsverlaufes sind einmal monatlich und werden durch den Bezugserzieher mit den Eltern und dem jungen Mensch geplant und reflektiert.


Zusammenarbeit mit der Schule

Alle Jungen werden zu Beginn im hauseigenen Schulraum durch Lehrkräfte der stiftungseigenen Luther-Schule (Förderschule für emotionale und soziale Ent-wicklung, Sek. I) und pädagogische Fachkräfte unterrichtet. Die Überleitung in den Klassenverband erfolgt individuell und schrittweise. Durch regelmäßige Dreiecksgespräche zwischen Lehrer, Bezugserzieher/innen und dem Jungen werden sich verändernde Leistungen im schulischen Kontext im Team direkt aufgegriffen und bei Bedarf lösungsorientiert bearbeitet.

Wohnen und Ausstattung

In der IPF steht für jedes Kind auch für die Inobhutnahme ein Einzelzimmer zur Verfügung.

Für Betreuer und Jugendliche sind insgesamt 6 Bäder vorhanden.

Des Weiteren:

  • Küche/Esszimmer
  • Dienstzimmer
  • Bereitschaftszimmer
  • Wohnzimmer
  • Werksraum, Sportraum
  • Garten
  • Parkplatz
  • Fahrradstellplatz
  • 1 Appartement mit Küche und Bad

Pädagogische Kompetenzen

  • Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten
  • Qualifizierte Jungenpädagogik
  • Qualifizierter Deeskalationstrainer
  • Systemische Ausbildung
  • Kompetenzen im Bereich Jungenarbeit
  • Konzeptionelle Verzahnung mit der Luther-Schule

 

Infrastruktur

Die Intensiv-Pädagogische-Fördergruppe (IPF) befindet sich auf dem Kernheimgelände in Kleinenbremen, einem Ortsteil von Porta Westfalica. Außerhalb des Hauses auf dem Gelände befinden sich eine Sporthalle, ein Freibad, Sport- und Basketballplatz und ein Spielplatz.

Die zuständige Schule ist in der Regel die Luther-Schule, eine Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE) für den Bereich Sek. I., die sich auf dem Gelände befindet. Arztpraxen und Vereine liegen in Reichweite von 3-10 km, es befindet sich eine Bushaltestelle sehr nah an der Wohngruppe. Die Stadt Minden ist ca. 10 km entfernt, die Stadt Bückeburg  ca. 4 km. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Schulen im Landkreis Schaumburg besucht werden können. Die Wohngruppe besitzt einen eigenen Kleinbus und ist somit sehr mobil.


 

 
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