Mädchenwohngruppe

 

 

Gruppensprecherin: Melissa von Salzen, 19 Jahre

 

 

Mein Name ist Melissa von Salzen. Ich bin 19 Jahre alt und wohne seit fünf Jahren in der Mädchenwohngruppe.

Gruppensprecherin bin ich sei Februar 2016.

In meiner Freizeit lese ich viel, schreibe eigene Geschichten oder treffe mich mit Freunden und meiner Zwillingsschwester.

 

 

 


 

Zielgruppe

Die Mädchenwohngruppe ist ein vollstationäres Angebot für Mädchen ab dem 11. Lebensjahr, bei denen die Notwendigkeit einer Mädchenwohngruppe indiziert ist. Schwerpunkt der Betreuung liegt im vollstationären Bereich, die eine familienersetzende Maßnahme darstellt.

 

Die Maßnahme ist notwendig und geeignet für Jugendliche und junge Volljährige

  • Massive Konflikte im Elternhaus
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Selbst- und / oder fremdgefährdendes Verhalten
  • Entweichungstendenzen
  • Regelverletzungen
  • Schutz vor Gewalt / sexuellem Missbrauch
  • Schulschwierigkeiten / Leistungsverweigerung / Schulabstinenz
  • Kulturelle bzw. religiöse Konflikte mit bzw. in der Familie

Anschrift:
Mädchenwohngruppe
Clus 111
32423 Minden

 

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Ökologische/Pädagogische Grundhaltung


 

Fachbereichsleitung:

Mareike Prieß
Telefon: 0 57 22 / 28 01-13
E-Mail: m.prieß@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Teamleitung:

Alexandra Maria Jakob

Telefon: 05 71 / 5 80 09 89

E-Mail: minden@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter:

4,75 Stellen (+ 0,5 HWK)

 

Plätze: 9

 


 



Ziele

Vor dem Hintergrund des allgemeinen pädagogischen Ansatzes können folgende Zielsetzungen möglich sein:

  • Entlastung der Herkunftsfamilie;
  • einen neuen Lebensmittelpunkt geben;
  • Persönlichkeitsstärkung, Stärkung des Selbstwertgefühls und des   Selbstbewusstseins;
  • Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Stärken;
  • Erlernen von sozialverträglichen Konfliktlösungsstrategien;
  • Erwerb von Alltagsfähigkeiten;
  • Beziehungsfähigkeit fördern;
  • Unterstützung bei der Identitätsbildung;
  • Schulische und berufliche Unterstützung;
  • Rückführung in die Herkunftsfamilie  oder Überleitung in Folgemaßnahmen;
  • Entwicklung von Perspektiven, Unterstützung bei der Lebensplanung;
  • Verselbstständigung;
  • Unterstützung der Entwicklung einer selbstbewussten weiblichen Identität in Erweiterung von Rollenerwartungen und gesellschaftlichen Vorgaben.

 

Konzeptionelle Schwerpunkte:

Alltagsstruktur

Durch einen klar gegliederten Tages- und Wochenablauf wird den Jugendlichen die nötige Orientierung zur Bewältigung des Alltags gegeben.

Die Jugendliche lernt einen konstruktiven Umgang mit der eigenen Freizeit. Die Mitgliedschaft in Vereinen wird gefördert. Jedes Mädchen soll seine Interessen entdecken können und lernen, diesen verlässlich nachzugehen.

Die Jugendlichen haben die Verantwortung für ihr Zimmer und ihr Eigentum dem Alter entsprechend zu tragen. Außerdem werden ausgewählte Aufgaben im Haushalt verantwortlich übernommen.

Die Mädchen sollen erfahren, dass diese Aufgaben nötig sind und sie sie nicht als  Belastung, sondern als Beitrag für die Gemeinschaft kennen lernen.

Im Alltag versuchen wir, ein hohes Maß an Stabilität, Verlässlichkeit und Verfügbarkeit bereitzuhalten.

Beziehungsarbeit

Im Rahmen des Bezugserziehersystems hat jeder Jugendliche einen festen Ansprechpartner, der ihm bei seiner persönlichen Lebensgestaltung unterstützend zur Seite steht. Dabei stellen sich die BezugserzieherInnen individuell auf die jeweiligen Herkunftssituationen ein und sind vertraute Begleiter beim Erreichen persönlicher Ziele und bei nicht planbaren Krisen.

Elternarbeit

Für die Jugendlichen verlieren erfahrungsgemäß die Eltern im Rahmen ihrer Ablösung zunehmend an Bedeutung, haben im Leben der Jugendlichen aber dennoch einen besonderen Stellenwert. Die adäquate Pflege der familiären Kontakte verstehen wir als Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Ziel ist eine vertrauensvolle, verlässliche Zusammenarbeit von Gruppe und Sorgeberechtigten.

Zu Beginn jeder Aufnahme wird entsprechend des Qualitätsstandards „Roter Faden Betreuungsverlauf“ ein sogenanntes Elterninterview durchgeführt, das mit der „Einführenden Erziehungsplanung“ die Eingangsdiagnostik abschließt.


 

Zusammenarbeit mit der Schule

Schule ist ein wichtiger Bestandteil des Alltags der Jugendlichen. Wir versuchen, den Lehrerinnen und Lehrern ein Bild von den Besonderheiten unserer Arbeit zu vermitteln. Ziel ist, dass auch die Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Jugendlichen erkennen und darauf eingehen können.

Regelmäßige Gespräche, Teilnahme an Elternsprechtagen sowie eine verlässliche Hausaufgabenbetreuung sind selbstverständlich. Für ältere Jugendliche, bei denen ein Übergang von der Regelschule/Förderschule in den Beruf bzw. Weiterleitung an berufsbildende Schulen ansteht, verfügt der Jugendhof über eine in diesem Aufgabenfeld qualifizierte Sozialarbeiterin, die unabhängig von der Wohngruppe mit Jugendlichen ab der 8. Klasse eine realistische Berufsperspektive erarbeitet. Bestandteile dieser Planung sind:

  • Bewerbungstraining;
  • Steuerung und Organisation des Überganges in weiterführende Schulen, Bildungsmaßnahmen oder Ausbildung;
  • Erwerben erforderlicher Kenntnisse über Bildungs- und Ausbildungswege;
  • Ermöglichen von entsprechenden Praktika.

Wohnen und Ausstattung

Unser Wohnhaus mit großem Garten liegt am Stadtrand von Minden.

Die Wohngruppe bietet Platz für 9 Mädchen und junge Frauen. Jeweils werden Einzelzimmer vorgehalten, wovon zwei Zimmer bei Bedarf zur Verselbständigung genutzt werden können.

Es gibt mehrere Gemeinschafträume wie ein Wohnzimmer, eine große Küche, Hobbyraum, drei Bäder und einen Fitnessraum.

Die Mädchenwohngruppe besitzt einen Kleinbus und ist somit sehr mobil.


 

Infrastruktur

Die Wohngruppe liegt am Stadtrand von Minden, womit sie zum einen die ländliche Ruhe als auch die Vornehmlichkeit der Stadt nutzen kann. Der Besuch aller Schulformen ist zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln gewährleistet. Die Freizeitgestaltung ist in den umliegenden Vereinen möglich.

Um die Mobilität zu gewährleisten, verfügt die Gruppe über einen Kleinbus. Die zuständigen Schulen, Arztpraxen und Vereine liegen in Reichweite von 3-10 km, es befindet sich eine Bushaltestelle sehr nah an der Wohngruppe. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Schulen im Landkreis Schaumburg besucht werden können.


 

 
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