Jugendwohngemeinschaft II (JWG II)

 

Zielgruppe

In der JWG II werden junge Frauen und Männer aufgenommen, die aus krisenhaften Situationen im Elternhaus oder aus Heimen, Kriseneinrichtungen oder anderen betreuten Bereichen kommen.

Wesentliche Fragestellungen wie Schul- Berufsausbildung sowie die Arbeit mit der Herkunftsfamilie sollten weitgehend geklärt sein. Ferner ist diese Maßnahme als kontinuierliche Weiterführung der begonnenen Arbeit in der JWG I des Jugendhofes Gotteshütte zu sehen.

 

Ziele

Vor dem Hintergrund des allgemeinen pädagogischen Ansatzes können folgende Zielsetzungen möglich sein:

 

  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung;
  • Eigenverantwortliche Lebensführung;
  • Verselbständigung;
  • Verselbständigung innerhalb einer Peer-Group.

Anschrift:

Jugendwohngemeinschaft II

Hermannstraße 4
32423 Minden

 

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Bereichsleitung:

Cornelia Schwalb
Telefon: 0 57 22 / 28 01-13
E-Mail: c.schwalb@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Gruppe:

Andreas Bluhm

Telefon: 05 71 / 9 72 43 55

E-Mail: jwg.minden@jugendhof-gotteshuette.de


 

Mitarbeiter: 0,75 + 0,25 Stellen

 

Plätze: 4

 


 



 

Konzeptionelle Schwerpunkte:

Alltagsstruktur

Die Jugendwohngemeinschaft II bietet Jugendlichen einen Lebensort, der ihnen einen angemessen Rahmen zur Förderung, Entwicklung und Verselbständigung bieten soll. Die PädagogenInnen berät die Jugendlichen bei ihrer Freizeitgestaltung, unterstützt sie im Lebenspraktischen Bereich und berät sie in allen Fragestellungen. Ein wichtiges pädagogisches Element ist die Kleingruppe von vier Gleichbetroffenen, in der der Jugendliche in der JWG II eingebettet ist.

Die regelmäßigen Reflexionsgespräche finden nicht nur im Dialog mit dem professionellen Betreuer statt, sondern auch in der Peer- Group. Gezielt wird die Kommunikation innerhalb der Peer-Group gefördert und gefordert. Hierzu zählt auch, dass durch punktuelle gemeinsame Freizeitaktionen das Wir-Gefühl in der Kleingruppe gestärkt wird.

 

Elternarbeit

Im Rahmen der JWG II stellt die Arbeit mit der Herkunftsfamilie eher eine unterordnete Rolle dar. Lediglich Fragestellungen bzgl. der Rollenfindung im Kontext Verselbständigung und Ablösung von der Herkunftsfamilie werden bei Bedarf aufgegriffen und durch fachliche Begleitung mit den Beteiligten erörtert und versucht zu klären.

Beziehungsarbeit

Das konkrete pädagogische Handeln in der JWG II orientiert sich an verhaltenstherapeutischen und systemischen Ansätzen.

Die pädagogische Zielsetzung ist stark auf die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und die eigenverantwortliche Lebensführung gerichtet.

 

Die methodischen Grundlagen lassen sich aus den lerntheoretisch orientierten und systemischen Ansätzen ableiten. Dazu gehört u. a.:

 

  • Die kontinuierliche positive Verstärkung auch von kleineren persönlichen Fortschritten;
  • Die Suche und Bewusstmachung von selbstwertdienlichen Kognitionen bzw. Gedanken;
  • Die Erarbeitung förderlicher sozialer Fertigkeiten im Rollenspiel und des Transfers auf verschiedene Lebensbereiche;
  • Aktives Zuhören bei besonderen Problemen;
  • Ausgewogenes Verhältnis von Alltagsstrukturen und freien Entfaltungsmöglichkeiten;
  • Analyse systemischer Zusammenhänge.

Ausstattung

Altbauwohnung im Herzen der Mindener Innenstadt mit insgesamt ca. 180 qm Wohn- und Nutzfläche.

 

  • 4 Zimmer mit je ca. 23 qm Wohnfläche
  • 1 Wohnzimmer
  • 1 große Wohnküche
  • Büroraum mit Schlafmöglichkeit
  • 1 großes Badezimmer
  • 1 Hauswirtschaftsraum
  • große Dachterrasse

Zusammenarbeit mit Schulen/Zusammenarbeit Ausbildungssystem

Die jungen Menschen besuchen selbständig Berufsschul- und Ausbildungssysteme im Einzugsbereich der JWG II. Der regelmäßige Austausch zwischen PädagogenInnen und den Schul- bzw. Ausbildungsbetrieben wird gewährleistet.


 

Infrastruktur

Die zentrale Lage der JWG II ermöglicht es den Jugendlichen alle Berufsschul- und Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb Mindens gut zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Außerhalb Mindens gelegene Schul- oder Ausbildungssysteme sind ebenso sicher über öffentliche Verkehrsanbindungen zu erreichen.

 
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