Die Wohngruppe Ahe zieht um und wird zur Wohngruppe

"Am Mühlenbach"

 

Nach nunmehr über 30 Jahren zieht die Kinderwohngruppe Ahe um. Als eine der ersten Außenwohngruppen der Stiftung Gotteshütte bot sie für viele Kinder und Jugendliche ein zu Hause und ein spannendes und herausforderndes Arbeitsfeld für die dort arbeitenden PädagogenInnen.

Da das Gebäude nicht mehr dem heutigen Standard der Jugendhilfe entsprach, um Kindern und Jugendlichen ein ansprechendes und angemessenes Zuhause zu bieten, wurde Ende 2010 im Verwaltungsrat der Beschluss gefasst, ein neues Objekt zu suchen. Nach über einjähriger umfangreicher Suche nach einer passenden Immobilie im Landkreis Schaumburg wurde dann Ende 2011 das Haus im Auetal im Ortsteil Borstel gefunden. Alle zuvor benannten Kriterien, wie bauliche Grundsubstanz, Standortnähe zur alten Gruppe und ausreichendes Außengelände für Spielmöglichkeiten für die Kinder wurden mit diesem Objekt mehr als erfüllt und so kam es dann auch sehr schnell zur vertraglichen Abwicklung und zum Erwerb der neuen Kinderwohngruppe Anfang 2012. Nach entsprechender Bauplanung startete man direkt mit den umfangreichen Bauarbeiten. Neben der notwendigen energetischen Sanierung und dem Trockenausbau, um ausreichende Zimmer zur Verfügung zu haben, wurden moderne Bäder sowie eine moderne Pellet Heizung, die ein alternatives, ökologisches und sinnvolles Heizsystem darstellt, eingebaut. Nach etwa einem halben Jahr Planung und Umbauarbeiten wurde das Haus umzugsbereit fertig gestellt.


 

 

 

 

 

 


 

Am 28.08.2012 fand dann voller Spannung für die Kinder aus der Wohngruppe Ahe der Umzug in Ihr neues Zuhause statt. Die neuen Räumlichkeiten, dessen Gestaltung sie in der Bauphase phasenweise mit begleiteten, wurden hier von den Kindern mit Freude und auch ein wenig Stolz über ihr neues Zuhause gerne bezogen. Das zum Gebäude gehörende großzügige Grundstück, das durch den Mühlenbach abgegrenzt wird, bietet den Kindern ideale Bedingungen für Bewegung, Erleben von Natur und die Anbindung an ein intaktes Dorfleben bietet. Insbesondere Kinder, die mit Traumatisierungen, desolaten Wohnverhältnissen und Einschränkungen in ihrer Entwicklung konfrontiert waren, bietet die Lage dieser Gruppe viele Möglichkeiten, sich auszutoben, Freiräume zu genießen und nachbarschaftliche Beziehungen kennenzulernen.

Die Mädchen und Jungen der Wohngruppe lebten sich in ihrem neuen Zuhause sehr schnell ein. Nach dem nun abgeschlossenen Umzug der Wohngruppe nach Borstel fand am 21.09.2012. der Tag der offenen Tür statt. Voller Freude präsentierten die Kinder  gemeinsam mit den Erziehern und Erzieherinnen ihre Wohngruppe "Am Mühlenbach". Zahlreiche Besucher wie Nachbarn, Eltern, Gruppen und Mitarbeiter des Jugendhofes, Mitarbeiter der Jugendämter und  Mitglieder des Verwaltungsrates nutzten die Gelegenheit, um die Wohngruppe kennen zu lernen. Bei strahlendem Sonnenschein, Kaffee und Kuchen, fühlten sich die Besucher sehr wohl.


 

         

Das Team der Kinderwohngruppe Ahe nutzte diese Veränderungen, um sich konzeptionell mit ihrer pädagogischen Arbeit weiter zu entwickeln und die Möglichkeiten des neuen Standortes in die konzeptionelle Arbeit mit einfließen zu lassen. So ist die Wohngruppe weiterhin ein vollstationäres Angebot für Mädchen und Jungen, die ein neues zu Hause brauchen und bis zur Verselbständigung in der Gruppe leben. Engagierte Pädagogen sorgen für ein Klima der Geborgenheit und geben Sicherheit und Orientierung. Des Weiteren wurde die bisherige Platzzahl von acht auf neun erhöht. Darauf hin wurde die Anpassung des Personalschlüssels von 4,25 Stellen auf 4,75 Stellen notwendig.


         

Mittlerweile sind die Kinder in ihrer neuen Umgebung und ihrem neuen Zuhause gut angekommen und vergessen scheinen die Anstrengungen des vergangenen Jahres, doch möchten wir auch hier nochmal die Gelegenheit nutzen, um uns bei allen bei der Umsetzung dieses Bauprojektes Beteiligten zu bedanken, im Besonderen bei unserem Bereichsleiter Herrn Prüßner für die Federführung des Projektes, dem Ehrenverwaltungsratsmitglied Herrn Kuhlmann für die fachliche Begleitung, bei unserem technischen Dienst für die Koordinierung, Arbeit und Geduld und nicht zuletzt bei den Kollegen und Kolleginnen der Wohngruppe.

Marco Leopold

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