DSCF0561.JPG

Ökologisch – pädagogische Grundhaltung im

Jugendhof Gotteshütte

 

Im Kinder- und Jugendhilfegesetz § 1, Abs. 3, Nr. 4 heißt es: "Jugendhilfe soll dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familie, sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen."

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Zukunft.

Wir fühlen uns in der Verantwortung Strukturen zu schaffen und zu erhalten, die eine wirksame Umsetzung der Interessen der zukünftigen Generation garantieren. Wir hinterlassen eine Welt, in der unsere Kinder und Jugendliche als Erwachsene leben müssen. Es ist unsere Pflicht ihnen einen Lebensraum zu schaffen, der immer noch lebenswert ist. Und die Kinder und Jugendliche selbst sind es, die dafür sorgen müssen, dass alles getan wird, um den verantwortungsvollen Umgang mit den erneuerbaren Energien weiterzutragen, neue Wege zu finden und die biologische Vielfalt als lebenswert zu erhalten.


Ökologischer Anbau, Umweltprobleme, ökologische Systeme, das sind nur einige der Begriffe, die in den letzten Jahren immer mehr Beachtung finden.


Ökologisch Handeln heißt, sich ein Bewusstsein zu verschaffen, wie wir unser Leben ausrichten können, um im größtmöglichen Gleichgewicht mit allen Organismen zu sein!


Da es vorauszusetzen ist, dass nicht erneuerbarer Energien verbraucht werden, sollten wir unsere Kraft investieren erneuerbare Energie zu fördern und zu verwerten und unsere Kinder und Jugendliche partizipieren lassen.



 

Die meisten Menschen fühlen sich zu Tieren und der Natur hingezogen. „Der Mensch scheint instinktiv den Kontakt zu einem Lebewesen zu suchen, welches allein durch sein Dasein auf ihn beruhigend, versöhnlich wirkt.“ (Otterstedt, 2001, S. 17). Das Leben im Moment, die Konzentration auf kleinste Lebewesen wie z.B. Insekten lässt die reizüberflutete und medienorientierte Welt, in der wir und auch unsere Kinder und Jugendliche hauptsächlich leben, in den Hintergrund rücken.

Für jedes Kind/ jeden Jugendlichen mit seiner Persönlichkeit gibt es die passende Beschäftigung in der Natur und sei es „nur“ der gemeinsame Spaziergang im Wald und das Einlassen auf seine Geräusche, Düfte und taktilen Reize wie das Anfassen der Borke eines Baumes. Die Ruhe dieser Umgebung überträgt sich, trägt zum Wohlbefinden bei und wirkt Stress entgegen.


 

Die Natur ist eine unerschöpfliche Quelle für kreative Prozesse, auf die sich insbesondere Kinder und Jugendliche gerne einlassen.

In der Alltagsökologie beschäftigten sich die Mitarbeiter mit den Eltern, Kindern und Jugendlichen unter den Aspekten Mobilität, Energie, Freizeitgestaltung und Ernährung.


Durch das bewusste Laufen mit den Kindern und Jugendlichen, dem Waldspaziergang oder dem Weg zur Schule ohne Auto wird bewusst ein Beitrag zum Erhalt der Umwelt geleistet.


Nachhaltige Entwicklung wird mit den Eltern, Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Alltags diskutiert, um sie für ihre Wirkung auf die biologische Vielfalt zu sensibilisieren. So wird über das „unnötige Heizen“ genauso gesprochen, wie über die Verschwendung anderer Energien oder auch das Essen.



 

Gemeinsam mit den Pädagogen wird der Garten Jahreszeiten entsprechend angelegt. Durch beispielsweise Gemüsebeete haben die Eltern, Kinder und Jugendliche die Möglichkeit gemeinsam Salat, Möhren, u.a. anzupflanzen, um ihnen zu veranschaulichen, wie die Pflanzen wachsen und dass Obst und Gemüse nicht so genormt aussehen muss, wie im Supermarkt. Die Vermittlung des Verständnisses von biologischer Vielfalt als natürlicher Lebensgrundlage zielt auf die Verwendung selbstangebauter Produkte, bei denen auf biologisch verträgliche Wachstumsbedingungen geachtet wird. Hierbei können die Kinder und Jugendliche sowohl bei der Planung als auch bei der Anpflanzung und bei der gemeinsamen Zubereitung einbezogen und so angeregt werden verantwortlich im Hier und Jetzt für die Zukunft zu handeln.

 

Da sich das Engagement der Kinder und Jugendliche für ihre Umwelt und ihre Partizipationschancen nicht ohne unsere Anleitung umstellt, sehen wir als eine unsere Kernaspekte der pädagogischen Interventionen im Jugendhof Gotteshütte die Ermutigung, die Teilhabe und die Bildung umweltgerecht zu handeln, um dadurch ihre Zukunft zu sichern.

 

Unsere Ziele


 

Gruppenübergreifend findet neben regelmäßigen Projekten rund um das Thema biologische Vielfalt sogenannte „Ökologische Tage“ statt.  Ca. 5-6 mal im Jahr wird hier in der Zeit von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr gemeinsam mit allen Bereichen die Natur des Geländes Jugendhof Gotteshütte (Unter Dateien eingefügt)  gepflegt und von vorhandenem Müll befreit. Jede Gruppe versorgt hier ihren eigenen Teilbereich. Es wird gejätet, gegossen, geerntet, Gärten oder Teiche angelegt, gefegt, gepflanzt und vieles mehr. Mehrere Pädagogen bieten im Rahmen von Kleinprojekten Aktionen an, um die biologische Vielfalt zu erhalten. So werden gemeinsam Vögel-, Nistkästen oder Insektenhotels gebaut oder die Kinder und Jugendliche bekommen einen Einblick in die Insektenwelt. Gemeinsam findet am Abend ein Picknick statt, wo jede Gruppe ihr „Selbstgemachtes“ präsentiert und ein Lagerfeuer  das Aufhalten in der Natur aktiviert.

 


 


 

Hier gehts zu den ökologischen und pädagogischen Konzepten der ...

 
Seite drucken  |  nach oben