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Küstenschutz der NLWKN mit der Tagesgruppe Blickwinkel

 

Highlight war für die Tagesgruppe Blickwinkel in diesem Jahr, neben der Sommerferienfreizeit nach Duinrell in den Niederlanden, das Küstenschutzprojekt.

Aufmerksam darauf wurde der ehemalige Teamleiter Markus Drawert, der dieses Projekt mit besonders viel Engagement bereits im Herbst 2012 zum Rollen gebracht hatte.

Nachdem wir die Zusage des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hatten, war es ein leichtes auch die Jugendlichen dafür zu begeistern.

Also stand bereits im Herbst 2012 fest: Wir fahren nach Norderney zum Küstenschutz.

In den Herbstferien 2013 sollten die vielen Vorbereitung und das Warten endlich ein Ende haben.

So machten wir uns am 06.10.2013 mit viel Vorfreude auf den Weg nach Norderney.


Wir arbeiteten eine Woche für den Küstenschutz, jeweils 4 Stunden pro Tag, bei Wind und Wetter. Aber dafür direkt am Strand mit einer herrlichen Aussicht. Zu unserem Glück schien die meiste Zeit die Sonne.

Unsere Aufgaben waren das Setzen von Strandhafer und das Ziehen von Sandfangzäunen. Dafür wurden wir in zwei Kleingruppen eingeteilt und insgesamt von drei Mitarbeitern des NLWKN unterstützt.

 

 

Für die Sandfangzäune mussten wir knietiefe Gräben buddeln, in denen dann etwa 180 cm lange, zusammengebundene Äste und Zweige gestellt und dann wieder mit Sand befestigt wurden. Diese Sandfangzäune dienen dazu den Sand, der vom Wind aus Richtung des Meeres landeinwärts geweht wird, aufzufangen. Er weht gegen den Sandfangzaun und fällt hinter ihm ab, so dass sich dahinter langsam und stetig der Sand häuft, bis der Zaun fast nicht mehr zu sehen ist. Da der Wasserspiegel im Winter so weit ansteigt, dass das Wasser den kompletten Strand bedeckt und bis hinter die Sandfangzäune geht, spült das Meerwasser der Nordsee nur den Sand den die Sandfangzäune aufgefangen haben zurück ins Meer. So bleiben die Dünen erhalten und damit auch die Insel.

Der Strandhafer wird zwischen den einzelnen Sandfangzäunen, im Abstand von etwa 30-40 cm gepflanzt. Es werden mit einem Spaten Löcher in den Boden gestochen und in diese werden immer ein paar Halme Strandhafer  hinein gepflanzt. Die Halme müssen dabei ca. 10-20 cm aus dem Boden gucken. Der Strandhafer dient einerseits dazu den wehenden Sand aufzufangen und andererseits sind die Wurzeln des Hafers wichtig, um den Boden zu festigen und zusammenzuhalten, damit es das Nordseewasser im Winter etwas schwieriger hat, den Sand wieder weg zu schwemmen.

Sowohl Sandfangzäune, als auch Strandhafer sind Arbeiten, die die Mitarbeiter vom NLWKN in jedem Jahr erneut durchführen müssen, um den Erhalt der Insel zu sichern, da die gesamte Arbeit im Winter vom Meer zerstört wird. Diese Küstenschutzarbeiten werden nicht nur auf der Insel Norderney verrichtet, sondern auf allen deutschen Inseln.

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Sowohl für die Jugendlichen, als auch für die Mitarbeiter der Tagesgruppe war diese Woche eine tolle Erfahrung und hat allen sehr viel Spaß gemacht. Auch, dass sich unsere Jungs damit ein kleines Taschengeld verdienen konnten war ein positiver Nebeneffekt.

Natürlich haben wir auch neben der Arbeit für den Küstenschutz die Woche auf Norderney sehr genossen und in unserer Freizeit die Insel erkundet und viel unternommen.


 
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