Ökologische und pädagogische Grundhaltung der TaZ/FiB

 

Das TaZ/FiB besitzt einen eigenen Terrassen- und Gartenbereich für den die Eltern des TaZ/FiB selbst verantwortlich sind. Gemeinsam mit den Pädagogen wird der Garten Jahreszeiten entsprechend angelegt. Durch ein Gemüsebeet haben die Mütter und Väter die Möglichkeit gemeinsam Salat, Möhren, u. a. anzupflanzen, um den Kindern zu veranschaulichen, wie die Pflanzen wachsen und das Obst und Gemüse nicht so genormt aussehen muss, wie im Supermarkt. Die Vermittlung des Verständnisses von biologischer Vielfalt als natürlicher Lebensgrundlage zielt auf die Verwendung selbstangebauter Produkte, bei denen auf biologisch verträgliche Wachstumsbedingungen geachtet wird. Hierbei können die Kinder sowohl bei der Planung als auch bei der Anpflanzung und bei der gemeinsamen Zubereitung einbezogen und so angeregt werden verantwortlich im Hier und Jetzt für die Zukunft zu handeln.

Die meisten Menschen fühlen sich zu Tieren und der Natur hingezogen. „Der Mensch scheint instinktiv den Kontakt zu einem Lebewesen zu suchen, welches allein durch sein Dasein auf ihn beruhigend, versöhnlich wirkt.“ (Otterstedt, 2001, S. 17)

Das Leben im Moment, die Konzentration auf kleinste Lebewesen wie z. B. Insekten, lässt die reizüberflutete und medienorientierte Welt, in der wir und auch unsere Kinder und Jugendlichen hauptsächlich leben, in den Hintergrund rücken. „Der Größenunterschied zwischen uns und dem beobachteten Objekt macht es möglich, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes einmal den Überblick haben und Zusammenhänge erkennen können.“ (Drees, 2010, S. 3)

Durch das Beobachten der kleinen Wesen erkennt das Kind/der Jugendliche, dass auch dieses Leben einen Sinn und Regeln hat.


Die Natur ist eine unerschöpfliche Quelle für kreative Prozesse, auf die sich insbesondere Kinder und Jugendliche gerne einlassen. Im Spiel macht der Pädagoge das Kind/den Jugendlichen zum Forscher. Das Entfachen der Neugier auf dieses Leben gibt dem Objekt, das gesucht wird, eine Wichtigkeit. Die Neugier, das Interesse stärkt die Aufnahmebereitschaft.

Methoden der tiergestützten Arbeit in der Natur sind die Methode der freien Begegnung, die hier in ihrer reinen Form genutzt werden kann; so gibt es im Wald keine deutlich bemerkbaren Grenzen, der Kontakt zu den Insekten entsteht in absoluter Freiheit.

Ansonsten ist die Hortmethode einsetzbar, wenn man z. B. ein begehbares Gehege mit den Kindern für die Schmetterlingsaufzucht baut oder auch die Brückenmethode (durch die Lupe am Leben der Insekten teilnehmen).


Mit Alltagsökologie beschäftigten sich die Fachkräfte mit den Eltern unter den Aspekten Mobilität, Energie und Ernährung. Die Eltern werden angeregt durch das bewusste Laufen mit den Kindern, den Waldspaziergang oder den Weg zum Kindergarten oder Schule ohne Auto einen Beitrag zu leisten.

Nachhaltige Entwicklung wird mit den Eltern und Kinder im Rahmen des Alltags diskutiert, um die Familie zu sensibilisieren. So wird über das „unnötige Heizen“ genauso gesprochen, wie über die Verschwendung anderer Energien oder auch das Essen. Mit jedem Elternteil wird im Laufe einer Maßnahme über den sinnvollen Umgang mit Energien gesprochen.

Hierzu wird gerade ein Energiekonzept erarbeitet. (Dies beinhaltet beispielsweise Umgang mit Licht, Trockner oder das Kochen mit offenen Topf)



 

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An den ökologischen Tagen werden unterschiedliche Aktionen mit den Eltern und ihren Kindern durchgeführt:

 

  • Anlegen eines Gemüsebeetes und deren Pflege
  • Blumengarten
  • Nötige Arbeiten an der Terrasse
  • Anlegen von Spielmöglichkeiten für Kinder unter 10 Jahren
  • Vorziehen von Pflanzen
  • Regelmäßige Projekte zum Basteln mit Naturmaterialien sind in Planung

 
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