Leitsätze für Gruppengespräche im Jugendhof Gotteshütte

 

In einer Arbeitsgruppe, die sich zusammensetzte aus den Gruppensprechern und einem Erzieher aus jeder Gruppe, den Partizipationsbeauftragten sowie Leitungskräften, wurde diskutiert, unter welchen Aspekten und in welchem Rahmen Gruppengespräche durchgeführt werden sollen.

Insgesamt sind sieben Leitsätze erarbeitet worden, über deren Formulierung, nach teilweise längerem Austausch per Abstimmung entschieden wurde.

Innerhalb des nächsten Workshops werden die Gruppensprecher darüber beraten und entscheiden, wie die Leitsätze in den Gruppen des Jugendhofs Gotteshütte bekanntgemacht und umgesetzt werden sollen.

Termine!

 

Derzeit gibt es keine Termine.

 


 

Plakate Kinderrechte in den Gruppen

 

 

Bau der Rechtetreppe



 

Der neue Gruppensprecherrat ist gewählt!

 

Die Gruppensprecher aller Betreuungsbereiche wählen drei junge Menschen, die sie mit dem Auftrag ausstatten, sich für die Interessen der im Jugendhof betreuten Kinder und Jugendlichen einzusetzen. Diese werden Gruppensprecherräte genannt und nach den letzten Neuwahlen sind dies aktuell Timo Theisinger, Timo Fritz, Julian Trappmann und Joshua Schreiber. Wobei Joshua ein zusätzlicher Sitz im Gruppensprecherrat angeboten wurde, weil er sich über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich und aktiv für die Beteiligung, Teilhabe und Mitbestimmung einsetzte. Julian Trappmann konnte bei dem Fototermin leider nicht dabei sein.

Die Gruppensprecherräte sind Mitglieder im GruBePa Team, welches für die Planung und Durchführung von Aktionen zur Umsetzung von Partizipation im Jugendhof Gotteshütte zuständig ist. Zum GruBePa Team gehören noch die Partizipationsbeauftragten und Beschwerdemanager Sandra Beckemeyer, Costa Makrogiannis, Christian Nicolai und Paul Naroska.

 

Die Aufgabe, die sie antreten, ist besonders interessant aber auch besonders schwierig, denn es handelt sich um die erste organisierte Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche, die sich im Jugendhof Gotteshütte  umfassend für Mitbestimmung einsetzen, Interessen formulieren und Meinungen bilden.

 


 

Gemeinsame Planung von Partizipation - März 2017

 

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Jahreshauptversammlung 18.01.2017

 

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Ergebnisse vom Workshop zur Umsetzung von Partizipation in den einzelnen Gruppen

 

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GruBePa

Vorstellung des GruBePa-Teams

 

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Was ist Paritzipation im Jugendhof Gotteshütte?

 

In der Pädagogik versteht man unter dem Begriff der Partizipation, die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in alle das Zusammenleben betreffende Ereignisse- und Entscheidungsprozesse.

So werden z. B. Hausregeln in anderen Gruppen mit uns gemeinsam ausgehandelt.

Bei der Wahl des Gruppensprechers oder der Gruppensprecherin haben alle Gruppenmitglieder das Stimmrecht.

 

Was haben wir bisher gemacht?

Die Gruppensprecher der einzelnen Gruppen haben sich an einem Wochende getroffen. An diesem Wochenden haben wir uns mit dem Thema Kinderrechte befasst. Wir haben uns Kinderrechte überlegt und wie man diese in die Gruppen weiterleiten kann.

Wir haben Ideen, wie z. B. Rechtetreppe, Partizipationssong, Website oder einen Film geplant.

 

Warum finden diese Treffen statt?

  • Um die Gruppen über Rechte zu informieren.
  • Um die geplanten Ideen umzusetzen.

 


 

Gruppensprecher planen das Beschwerdemanagement

 

Jede Gruppe des Jugendhofs Gotteshütte wählt  im Rahmen von Partizipation einen Gruppensprecher. Dieser hat zur  Aufgabe,  die Interessen ihrer Gruppe zu vertreten und  bei Entscheidungen, die ihr Lebensumfeld betreffen, mitzubestimmen.

 

Vom 9. bis zum 10. Mai trafen sich diese Gruppensprecher zur Klausurtagung, um das Beschwerdemanagement für den Jugendhof zu planen.  So ein Beschwerdewesen ist ganz wichtig, damit die Kinder und Jugendlichen sich ernst genommen fühlen und wirklich merken, dass ihre Meinung gehört wird.

 

 

 

Der Jugendhof Gotteshütte ist zurzeit dabei ein Beschwerdesystem einzuführen und baut darauf, dass die Gruppensprecher, alle Kinder und Jugendlichen und alle Kollegen und Kolleginnen dabei  helfen, dass dieses Beschwerdesystem gut funktioniert.

Als ersten Schritt organisierten die Gruppensprecher die Wahl der Beschwerdemanager. Es  werden insgesamt drei Beschwerdemanager/innen innerhalb einer geheimen Wahl von allen Kindern und Jugendlichen des Jugendhofs gewählt. Vom 26. bis zum 28. Mai ist im Saal der Verwaltung zu diesem Zweck ein Wahllokal eingerichtet, wo zwischen 15 und 18 Uhr die Stimmen abgegeben werden können. Jeweils zwei Gruppensprecher betreuen die Stimmabgabe als Wahlhelfer, um den ordnungsgemäßen Ablauf sicher zu stellen.

Bei ihren Planungen wurden die Gruppensprecher von Sandra Beckemeyer, Costa Makrogiannis und Julius Meledzius unterstützt.

 


 

Kinderrechte im Jugendhof Gotteshütte

Gleichheit

 

  • Alle Menschen haben das Recht darauf, gleich behandelt zu werden, egal welcher Herkunft sie sind oder wie sie Aussehen.
  • Alle Menschen haben das Recht darauf, gleichbehandelt zu werden, egal wie alt sie sind und welchem Geschlecht sie angehören.
  • Alle Mitglieder einer (Wohn-, bzw. Regel-)Gruppe haben das Recht, von den Erziehern gleichbehandelt zu werden, egal wie lange sie dort schon wohnen.
  • Alle Menschen haben ein Recht darauf, einen Job zu bekommen, egal in welcher körperlichen Verfassung sie sich befinden.

Gesundheit

 

Dass niemand geschlagen wird,

dass man stattdessen zu den Erzieher/innen geht, mit dem Anderen redet oder einfach weggeht aus der Situation.

Dass es keinen Stress durch Schimpfen gibt,

dass stattdessen nicht geschimpft wird, sich entschuldigt wird und alle freundlich sind.

Dass man keinen ansteckt und

stattdessen zum Arzt geht.

Dass auf Allergieauslöser geachtet wird.

Vorsorge treffen: Staub saugen, den Erzieher/innen sagen, welche Allergie man hat.

Verletzungen vermeiden,

für Sicherheit in den Gruppen sorgen, vorsichtig sein.

Nicht telefonieren beim Autofahren.

Den Erwachsenen darum bitten, damit aufzuhören.

Bei Krankheit versorgt werden.


Bildung

 

  • Alle Menschen haben ein Recht darauf, zur Schule zu gehen.
  • Jeder sollte ein Recht darauf haben, einen Job zu bekommen, wenn er arbeiten möchte.
  • Jeder sollte die Möglichkeit bekommen, an Bildungsmaterial zu kommen ohne großen Geldaufwand. 
  • Jeder Mensch hat ein Recht darauf, einen Job zu bekommen, egal ob eine Behinderung hat oder nicht.

 

Ein Recht auf Fürsorge

 

  • Dass sich jemand (die Erzieher) um die Kinder / Jugendlichen kümmert. Das bedeutet, dass die Kinder und Jugendlichen bei Krankheit gepflegt werden, dass die Erzieher und die anderen Kinder, füreinander da sind, wenn man traurig ist und dass man versorgt ist (Essen, Trinken, Pflege).
  • Den anderen Menschen (in Not) helfen. Hilfsbereit sein.
  • Die Kinder und Jugendlichen sollen sich auch untereinander helfen, z.B. beim Üben für die Schule oder bei einem Unfall.


 

* Privatsphäre *

 

  • Ich habe ein Recht auf ein eigenes Zimmer!
  • Ich habe ein Recht darauf, dass ich die Toilette abschließen kann!
  • Ich habe ein Recht darauf, bei einer Zimmer/Material-Durchsuchung anwesend zu sein.
  • Ich habe ein Recht darauf, in Abwesenheit, dass meine Privatsphäre (Zimmer) gewahrt wird.
  • Ich habe ein Recht darauf, NICHT geschlagen zu werden!
  • Ich habe ein Recht darauf, gewaltfrei erzogen zu werden!
  • Ich habe ein Recht darauf, in einer Rückzugsmöglichkeit NICHT gestört zu werden!

* Recht auf Schutz im Krieg *

 

  • Ich habe ein Recht darauf, den Schutz der Bundeswehr in Anspruch zu nehmen.
  • Ich habe ein Recht darauf, aus der Gefahrenzone entfernt zu werden.
  • Ich habe ein Recht darauf, versorgt zu werden, Lebensmittel, Wasser, Medikamente.

* Meinungsäußerung & Gehör *

 

  • Ich habe ein Recht darauf, meinen Erziehern/Erwachsenen meine Meinung zu sagen, wenn mir etwas nicht passt.
  • Ich habe ein Recht darauf, dass man mir zuhört, wenn ich mir ein Gespräch einfordere.
  • Ich habe ein Recht darauf, meine Meinung frei zu äußern, wenn Regeln & Absprachen nicht eingehalten werden.
  • Ich habe eine Recht darauf, Ernst genommen zu werden!

* Schutz vor Ausbeutung & Gewalt *

 

  • Ich habe ein Recht darauf, nicht geschlagen zu werden.
  • Ich habe ein Recht darauf, nicht misshandelt zu werden, sei es sexuell, psychisch oder physisch.
  • Ich habe ein Recht darauf, dass Dinge, die meine Vergangenheit betreffen, verschwiegen/gruppenintern bleiben.

 

Betreuung bei Behinderung

 

  • Jeder Mensch mit einer Behinderung hat das Recht darauf, behandelt zu werden wie ein Mensch ohne Behinderung.
  • Angemessene Hilfeleistungen z.B. einkaufen.
  • Jeder Mensch mit einer Behinderung hat das Recht darauf, in die Gesellschaft integriert zu werden.

Recht auf Spiel, Freizeit und Ruhe

 

  • Jeder hat das Recht zu schlafen.
  • Jedes Kind hat das Recht darauf, Spielzeug etc. zu besitzen.
  • Jeder Mensch hat das Recht auf frische Luft.
  • Jeder Mensch hat das Recht darauf, seine Freizeit selber zu gestalten.
 
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