Trainigswohnen auf Zeit (TaZ)

 

Zielgruppe

Familien, die seit Jahren mit geringem Erfolg an ihren vielfältigen Problemen arbeiten und die bereit sind, vorübergehend auf das Gelände des Jugendhofs Gotteshütte zu ziehen und sich intensiv, im Sinne eines Verhaltenstrainings, von Pädagogen bei ihrer Alltagsbewältigung und Erziehungsproblemen unterstützen zu lassen.

 


 

Betreuungsrahmen

Das TaZ stellt eine Chance für Familien, die von der Herausnahme der Kinder bedroht sind, dar. Wenn ambulante Hilfen die Familie nicht ausreichend stabilisieren konnten und das Kindeswohl gefährdet erscheint, haben die Familie in dem TaZ einen absichernden Rahmen, um die Verantwortung für ihre Kinder wieder zu übernehmen.
Das gesamte Familiensystem steht im Mittelpunkt der Arbeit und nicht nur der Symptomträger selbst. Gemeinsam mit den Familien werden Lösungsstrategien entwickelt, trainiert und stabilisiert. Familien arbeiten ihre Geschichte auf und sortieren sich und ihren Alltag neu.


Der Umzug der Familien in die Trainingswohnungen des Jugendhofes Gotteshütte ist für die Familien ein deutliches Signal, etwas zu ändern. Die krisenhaften Bedingungen des Herkunftsortes werden zurückgelassen und ein Neustart kann gelingen.
Neben der Sichtweise, das TaZ als Krisenintervention zu verstehen, wird es auch als Diagnostik- und Klärungsinstrument genutzt, um langfristig zielgerichtete, stabilisierende Hilfen installieren zu können. Dadurch werden aussagekräftige Einschätzungen zur Bindungsgestaltung, dem Kindesschutz, der Erziehungsfähigkeit und ihrer Entwicklungsbereitschaft getroffen.
Der intensive Rahmen ermöglicht den Fachkräften die ausführliche Auseinandersetzung mit Fragestellungen, die in ihrer Komplexität und Wirkung in anderen Hilfsmaßnahmen bisher wenig beobachtet werden konnten.

Anschrift:
Gotteshütte 1
32457 Porta Westfalica

 

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Ökologische/Pädagogische Grundhaltung



Pädagogische Leitung:

Britta Obernolte

Telefon: 0 57 22 / 28 01-14
E-Mail: b.obernolte@jugendhof-gotteshuette.de
 


 

Teamleitung:

Tobias Ackmann
Telefon: 01525 / 64 52 232

E-Mail: t.ackmann@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Mitarbeiter: Für jede Familie wird ein Team von max. 5 Mitarbeiter/innen zusammengestellt.

 

Plätze: Zurzeit stehen Wohnungen für drei Familien mit jeweils drei bis fünf Kindern zur Verfügung.


Das Arbeiten im Binnenraum der Familie schafft einen förderlichen Rahmen für das Wahren des Kindeswohls, sowie für das Einhalten der Verbindlichkeiten zwischen den Eltern und den Fachkräften.
Durch die lösungsorientierte, wertschätzende und annehmende Grundhaltung der Fachkräfte ist es möglich, das Ressentiment der Familie aufzulösen und sie zu motivieren Hilfe anzunehmen und zu nutzen.
Auch wenn Familien sich während einer Maßnahme entscheiden, die Betreuung ihrer Kinder in professionelle Hände zu geben, ist dies positiv zu betrachten. Wenn Eltern während des Prozesses selbst eine etwaige Entscheidung treffen können, hat dies eine tiefe Bedeutung für die weitere Lebensperspektive aller Familienmitglieder. Sie können sich selbst und ihren Kinder erklären, dass sie alles dafür getan haben, was ihnen möglich war, um zusammen zu bleiben, die Unterbringung der Kinder aber zur Zeit die Beste aller möglichen Lösungen darstellt.

Wesentliche Kernpunkte der Arbeit sind das Einüben von Erziehungsverhalten, Tagesstrukturierung, Paarberatung und der Umgang mit Finanzen. Ein weiteres Element der Arbeit sind Einschätzungsaufgaben über die Ressourcen der Familie und die Gefährdung des Kindeswohls. Hiermit verbunden steht die Einschätzung einer passgenauen, stabilisierenden Nachfolgehilfe.
Das Konzept des TaZ versteht sich als Entwicklungsprozess. Bei jeder aufgenommenen Familie entwickeln sich neue Prozesse, Methoden und Aspekte, die Berücksichtigung finden.

 
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