Ambulante Hilfen

 

Zielgruppe

  • Familien in Krisen, bei denen eine ambulante Jugendhilfemaßnahme ausreicht.
  • Jugendliche/junge Erwachsene die in ihren Familien bzw. in eigenen Wohnungen leben und Unterstützung benötigen.
     

Hilfegestaltung


Die Hilfen finden im Haushalt der zu betreuenden Familien statt und werden über Einzel-, Familien- und Paargespräche umgesetzt. Alle Mitarbeiter verfügen über eine spezielle Ausbildung in familienaktivierenden Methoden.

Die Termingestaltung während der Maßnahme findet in Absprache mit der Familie statt und richtet sich nach deren Bedürfnissen und Möglichkeiten. Eine telefonische Erreichbarkeit der Fachkräfte wird, je nach Maßnahmeform, in unterschiedlicher Intensität angeboten.

Anschrift:
Gotteshütte 1
32457 Porta Westfalica

 


Ökologische/Pädagogische Grundhaltung


 

Pädagogische Leitung:
Britta Obernolte
Telefon: 0 57 22 / 28 01-14
E-Mail: b.obernolte@jugendhof-gotteshuette.de

 


 

Teamleitung:

Petra Przybylski
Telefon: 0 1525 / 645 22 37

E-Mail: p.przybylski@jugendhof-gotteshuette.de


 

Mitarbeiter: 7 Stellen (Aufnahmen sind grundsätzlich immer möglich und richten sich nach der jeweiligen Auslastung des Teams)



 

Die Maßnahmeangebote der Ambulanten Hilfen:

Das FamilienAktivierungsManagement (FAM):

FAM ist ein intensives 6-wöchiges Kriseninterventionsprogramm, in dem es darum geht, innerhalb relativ kurzer Zeit mit Familien, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Kind in die stationäre Jugendhilfe zu geben, an Lösungen zu arbeiten, wie der Verbleib in der Familie gelingen könnte. Voraussetzung dafür ist, dass der eigentliche Wunsch der Familie darin besteht, zusammenzubleiben.


 

Die FamilienAktivierungsHilfe (FAH):

einem 6-monatigen Hilfsangebot, für Familien, in denen die gute Entwicklung und umfassende Versorgung der Kinder gefährdet, aber so viele Ressourcen vorhanden sind, dass eine ziel- und lösungsorientierte Arbeit möglich ist. Den größten Zeitraum dieser Maßnahme nimmt das Einüben der veränderten Verhaltensweisen der Familienmitglieder ein.
 

Das Clearing:

In Familien, die Jugendhilfe distanziert gegenüberstehen und/oder in denen die Probleme unklar bzw. sich sehr komplex darstellen, ist der Einsatz eines Clearings eine gute Möglichkeit, weitergehende und längere Jugendhilfemaßnahmen vorzubereiten. Clearings umfassen in der Regel einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen.

 

Intensive Einzelfallhilfe (IEH):

Diese Maßnahme umfasst die individuelle Unterstützung von Jugendlichen und Kindern in oder außerhalb ihrer Familien. Die zu bearbeitenden Aufträge werden vor dem Beginn der Maßnahme mit allen Beteiligten zusammengestellt. Der Umfang und der Zeitraum dieser Maßnahmeart sind sehr unterschiedlich und richten sich nach dem Bedarf der Jugendlichen und Kinder.

 

Interne Abklärung:

Dieser Begriff umschreibt die fallbezogene Zusammenarbeit zwischen der Inobhutnahme- und Abklärungsgruppe (Haus IV) und den Ambulanten Hilfen des Jugendhofs Gotteshütte.
Wenn Kinder/Jugendliche in Krisensituationen Aufnahme in der Inobhutnahmegruppe finden und die Beziehungen zwischen Eltern und Kind sehr angespannt sind, so ist der Einsatz der Mitarbeiter der Ambulanten Hilfen oft sehr entlastend. Den Ausschlag geben dabei die Möglichkeit des intensiveren Austauschs der Eltern mit den ambulanten Mitarbeitern und die Neutralität dieser Mitarbeiter.
Der parallel verlaufende Einsatz der stationären und der ambulanten Jugendhilfe dauert bis zu 3 Monaten, bringt einen regen Austausch der Beobachtungen aus Gruppe und Familie mit sich und führt in der Regel zu Einsichten und Lösungen, die von allen getragen werden können.

 

 

Intensive Einzelfallhilfe mit tiergestützter Intervention (IEH tiergestützt):

Tiere haben positive Auswirkungen auf den physiologischen, psychologischen und sozialen Bereich und können daher eine große Hilfe sein, Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, ganzheitlich zu fördern und zu unterstützen. Unter tiergestützter Förderung sind Interventionen im Zusammenhang mit Tieren zu verstehen, welche auf Basis einer Hilfeplanung vorhandene Ressourcen des Kindes/Jugendlichen stärken und unzulänglich ausgebildete Fähigkeiten verbessern sollen.

 

Mehr über die tiergestützte Pädagogik gib es hier!



 

Konzeptionelle Schwerpunkte:

  • Durchführung von Hilfsangeboten, die im Lebensraum der Familien ansetzen.
  • Das Strukturierte Arbeiten und Einleiten eines Hilfeprozesses nach den Konzepten der familienaktivierenden Maßnahmen des FamilienAktivierungsManagements (FAM).
  • Die pädagogischen Grundlagen der ambulanten Hilfen sind: eine wertschätzende Haltung gegenüber den Klienten, systemische Sichtweisen in der Fallbetrachtung sowie ressourcen-, ziel- und lösungsorientiertes Arbeiten.
  • Die verschiedenen Methoden der Familienaktivierung wie z.B. Genogrammarbeit, Verhaltensbeobachtungen und Skalierungen werden individuell unterschiedlich gewichtet in der Fallarbeit eingesetzt.
  • Wöchentliche Fallberatungen durch interne und externe Berater.
  • Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Institutionen.
  • Zusammenarbeit mit externen und internen Beratungsangeboten.
 
Seite drucken  |  nach oben